4. Mama-Moment

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Heute schenke ich dir den 4. Mama-Moment von 7 Mama-Momenten.

Selbstbestimmung zurückholen

Zurzeit erleben sich viele Schwangere und Mütter als fremdbestimmt. Durch die Beschränkungen, wegen des Coronavirus, leidet stark unser Grundbedürfnis nach Selbstbestimmung. Selbstbestimmung bedeutet, dass wir eigene Entscheidungen treffen und Kontrolle über unser Leben haben – wir bestimmen selbst. Selbstbestimmung ist deshalb so wichtig, da wir uns nicht als hilflos und den Umständen ausgeliefert fühlen, wenn wir selbstbestimmt handeln. Wir erleben uns als autonom und unabhängig. Sich als selbstbestimmt zu erleben ist ein wichtiger Resilienzfaktor (= psychische Widerstandskraft), also etwas, was uns hilft, Krisen gestärkt zu überwinden.

Ich möchte dir heute eine Übung vorstellen, die dich dabei unterstützt einen Schritt aus der Abhängigkeit zu gehen und deine Aufmerksamkeit auf einen Bereich zu richten, in dem dein Bedürfnis nach Selbstbestimmung weiterhin erfüllt ist.

Viel Freude damit,

deine Angela von Mama Entspannt

  • Führe die Übung durch, wenn du etwas Zeit für dich hast.
  • Mache es dir bequem. Schließe für die Übung gerne deinen Augen, wenn du möchtest.
  • Richte deine Aufmerksamkeit auf eine Situation, in der du dich als fremdbestimmt wahrgenommen hast, die du aber hinter dir gelassen hast. D.h. heut erlebst du dich in ähnlichen Situationen als selbstbestimmt. Nimm dir so viel Zeit wie du brauchst, um solch eine Situation zu finden. Manchmal kann dies auch eine Situation sein, die zunächst vielleicht auch gar nicht als solche wahrgenommen wurde. (Beispiel: Von dir als Kind wurde verlangt, dass du dich auf eine bestimmte Art und Weise gegenüber anderen Personen verhalten musstest [z.B. wurdest du aufgefordert stets freundlich zu sein, auch wenn du anders empfunden hast]. Lange Zeit hast du dich entsprechend angepasst, in solchen Situationen verhalten, bis dir das Muster deiner Kindheit bewusst wurde. Heute reagierst du so, wie es deinen eigenen Bedürfnissen entspricht. Du gaukelst z.B. keine Freundlichkeit mehr vor, wenn du eigentlich verärgert bist, sondern stehst zu deiner Verärgerung.)
  • Wenn du eine Situation gefunden hast, betrachte, wie sich diese Erfahrung heute positiv auf dein Leben auswirkt. Nimm dir ausreichend Zeit. Vielleicht siehst du verschiedene Momente, vor deinem inneren Auge vorbeiziehen.
  • Gehe dann mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Körper und schau, welche angenehmen Gefühle, wo in deinem Körper aufsteigen, wenn du daran denkst.
  • Bleibe bei den Gefühlen und entwickle in deiner Vorstellung, einen passenden Satz (z.B. passend zum oberen Beispiel könnte der Satz lauten: „Ich darf fühlen was ich fühle“ oder „Alle meine Gefühle haben ihre Berechtigung.“). Spüre nach ob sich der Satz stimmig anfühlt. Falls nicht, ändere ihn, bis er sich richtig anfühlt. Der Satz sollte kurz und positiv sein und sollte keine Verneinungen enthalten (statt „Ich habe keine Angst“ z.B. „Ich bin zuversichtlich“).
  • Wenn du möchtest schreibe dir den Satz auf und klebe ihn z.B. irgendwohin, wo du ihn ständig sehen kannst. Auf diese Weise erinnerst du dich stets daran, dass du Kontrolle über solche Situationen hast.

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